Über meine Schwangerschaft – das 1. Trimester

 Ich habe in letzter Zeit wieder so viele Bilder, Berichte, Blogs und sonstiges gesehen, was mich an meine Schwangerschaft zurück erinnert hat, da musste ich einfach über meine Schwangerschaft berichten.

 

Es war Januar 2016, Zeit für meine Mädchen Probleme, ich wartete jeden Tag vergeblich. Am 2.2.2016 war ich dann 2 Wochen überfällig, kam grad von der Arbeit, Frühdienst, als ich überlegte zum Arzt zu gehen. Ging ich also durch die Tür, stand dort hilflos an der Rezeption um mir anzuhören, dass die Praxis keine weiteren Patientinnen animmt. Nun stand ich da wie bestellt und nicht abgeholt. Ich wieder aus der Praxis raus und mein Freund angerufen, im regen, und gefragt was ich tun solle. ´Ob so ein Test vom DM reicht?´ Höre ich mich noch sagen. Mein Freund wusste auch nicht so wirklich was man in dieser Situation tun soll. Jedenfalls bin ich zum DM, bei meinem Freund um die Ecke, habe mir dort so einen Test gekauft und bin zu ihm. Ich habe inständig gehofft dieser Test würde negativ ausfallen. Bei ihm dann endlich angekommen, habe ich mich vor Angst einfach nicht getraut diesen Test zu machen. Da ich aber schon so dringend musste, ging ich dann samt Test zum Klo. 3 Minuten später hatte ich dann mein Ergebnis – Schwanger. Die Reaktion war eher nicht so prickelnd. Ich war quasi wieder nur am heulen, mein Freund war auch nicht sonderlich erfreut und anfreunden konnte ich mich auch nicht mit dem Baby.

Als ich mich jedoch später wieder beruhigt hatte, hat meine Freundin mich noch angerufen und gefragt wie es mir denn ginge mit der Situation. Ich sagte ihr nur das ich wohl ein paar Tage bräuchte um damit klar zu kommen, vor allem musste ich es auch meiner Familie sagen. Sie sagte mir nur das ich um gar keinen Fall abtreiben soll! Wo ich mich dann auch gegen entscheiden habe. Am 8.2.2016 traf ich mich mit meiner Freundin, die mir gut zugeredet hatte, um mit mir zum Frauenarzt zu gehen. Dort musste ich dann alles mögliche an Formularen ausfüllen, da ich dort vorher noch nie war. Als ich dann an der Reihe war und auf dem Untersuchungsstuhl platz nahm um untersucht zu werden sah man das kleine wesen, mein Baby, ich bekam das Ultraschall Bild und sollte eine Woche später wieder kommen. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits in der 7. Schwangerschaftswoche (ssw). Es wurde mir noch Blut abgenommen, wie das halt wohl so üblich ist, um alle möglichen Krankheiten auszuschließen.

Eine Woche später hatte ich dann einen neuen Termin. Der Ablauf war genauso wie beim ersten Termin, ich saß auf dem Untersuchungsstuhl und die Ärztin untersuchte mich per Ultraschall. Das kleine Wesen war nun (11) mm klein, also deutlich gewachsen als zum ersten Bild.

img_0681

Pünktlich zu Karneval im letzten Jahr, habe ich es meinen Eltern, jedem einzeln, erzählt und wieder nur Wasserfälle geheult. Zum Glück stand und steht auch heute noch meine Mutter ganz hinter mir. Dafür ein DICKES Dankeschön an sie! Meine Eltern waren beide angangs sehr geschockt und konnten es nicht fassen, das dass passiert sein soll, aber es ist passiert. Ich konnte es ja selbst fast glauben…

Als ich dann in der 9. Woche schwanger war, fing dann auch die übermässige Übelkeit an. Ich konnt rein gar nichts im Magen behalten, es wollte einfach alles raus. Nun war aber auch der Tag gekommen, es meinem Arbeitgeber zusagen.Eine liebe Arbeitskollegin munkelte schon und erfuhr es als erste. Hinterher wussten es alle, die mit mir im Dienst waren. Die Pflegefachkraft reichte mir nur das Telefon in die Hand, damit ich meine Stationsleitung anrufen sollte. Sie meinte zu mir ich bräuchte eine Bestätigung vom Frauenarzt für die PDL (Pflegedienstleitung). Also rief ich hinterher bei dem Frauenarzt an, wo ich in Behandlung war, um mir diese Bestätigung fertig machen zu lassen. Am nächsten Tag hatte ich eh Spätschicht, also fuhr ich eher los um mir diese Bestätigung geben zu lassen. Die Tage danach waren bisher alle normal wie immer, morgens übelkeit die nicht weg ging, bin 2 mal im Dienst umgekippt, allerdings wusste da noch keiner was von meinem ´Glück´. Nun zogen sich die Tage also so dermaßen, dass ich so keine Lust mehr hatte. Durch die Übelkeit verging mir noch mehr die Lust am Arbeiten, am aufstehen, ach einfach an allem. Irgendwann kam der Tag dann wo ich dieses Gespräch mit der PDL hatte. Ich hatte an diesem Tag so Panik, aber ist es denoch gut ausgegangen. Ich habe einiges an Lesestoff mitbekommen, wie das mit Mutterschutz etc. aussieht und vor , dann durfte ich auch in den Feierabend entlassen werden.

2 Wochen später war dieser Praxisblock dann endlich zu ende und es hieß wieder Schule. Dort erzählte ich niemandem etwas, nur meine beiden Freunde dort, denen erzählte ich es. Da meine Freundin mich halt fragte wie es mir geht und wie der letzte Block für mich so war. Da wusste ich leider erst mal nicht wie ich es ausdrücken sollte, als mir dann nur aus dem Mund puzelte, dass ich doch 2 mal auf der Station umgekippt war. Es war nicht besonders toll aber sie freute sich dennoch für mich. Das Gespräch entstand auf dem Weg von der U-Bahn zum Schulgebäude. Das war mitten in der Landeshauptstadt von NRW, Düsseldorf. Als wir im Schulgebäude ankamen war auch mein anderer Schulfreund da, wir erzählten es ihm zusammen, jedoch so leise und unbermerkt das kein anderer Mitschüler es mitbekam. Am ende dieser Woche musste ich es in einem persönlichen Gespräch meiner Kursleitung sagen. Sie gab mir auch wieder Tips ich könne das erste Lehrjahr machen und dann Pausieren. Jedoch hatte ich es nicht geschafft, da ich einfach so viele Fehlstunden hatte, mir ging es in den ersten Wochen einfach psychisch überhaupt nicht gut. Ich hatte vom aussehen keine schönen Haare bekommen, kein rosiges Gescicht einfach nichts schönes. ich sah immer aus wie die Leiche die noch lebt, jedenfalls fühlte ich mich so. Es geht vielleicht nicht allen so wie mir, es soll auch einiges geben die keine morgen Übelkeit verspührt, die wohl auch gar nicht merken, dass sie Schwanger sind. Ja, geben soll es alles, aber darunter zählte nicht ICH. Den gesamten Schulblock brachte ich problemlos hinter mich, 4 oder 5 Wochen später ging es wieder in die Praxis, aber ein Ausseneinsatz, bei mir im Haus lief alles anders ab als es normal sollte, ich hatte keine Stelle bei der Diakonie im Aussendienst, also hätte ich auf meine Station gemusst. Es musste so um die 13. Ssw gewesen sein, die Übelkeit verschwand so langsam aber Rückenschmerzen kamen und gingen nicht wieder weg. Ich ging zu meinem Frauenarzt um mich untersuchen zu lassen, jedoch stellte dieser nichts fest und gab mir eine Überweisung zum Chirurgen ebenso eine Krankmeldung. Einige Tage später holte ich mir einen Termin bei einem Chirurgen, dieser stellte jeodch ebenfalls nichts fest. Dann kam eine Erkältung und mustte zu meinem Hausarzt.

Und so endet auch schon mein 1. Trimester. Ich hoffe euch einen kleinen Einblick in MEINE Schwangerschaft geben zu können, so wie meine verlief. Kann euch aber auch aufmuntern, meine restliche Schwangerschaft war schön. 🙂

Nächste Woche folgt dann das 2. Trimester, bis dahin alles gute euch

herzliche Grüße Nina

0 Replies to “Über meine Schwangerschaft – das 1. Trimester”

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.