Die erste Zeit zu 3.

Hallo ihr da draussen, ich melde mich zurück aus den Oster Tagen.

Nun war meine Schwangerschaft also zu ende. Das größte Glück auf der Welt in meinem, ich meine in unserem Arm. Ich konnte aus kaum fassen, dass ich es tatsächlich geschafft hatte. Ich habe immer gedacht, ich würde eine Träne vor Glück vergießen, aber da war nichts. Da war rein gar nichts, ausser das ich so glücklich war wie nie zuvor.

Um 20.17 Uhr erblickte unser Sohn das Licht der Welt, ich hielt ihn ganz fest im Arm und die Ärztin flickte mich wieder zusammen. Er war am schreien, ja liebe Leute so ist das wahre Leben, ich hielt ihn immer noch ganz fest bei mir und hielt ihn so warm wie es geht. Die Hebamme hatte ihn zuvor in ein Handtuch gewickelt, mein Blut klebte noch überall an ihm, aber das war mir egal. Denn die ersten Minuten waren die wichtigsten!

Dann musste ich in jedoch kurz abgeben, da er ausgemessen und gewogen werden musste. ich wurde vom Kreißsaal Bett in mein eigenes Krankenhaus Bett herüber verlegt, dann bekam ich den kleinen wieder. So wurden wir dann in mein Zimmer geschoben. Babys andere Oma hatte draussen gewartet und kam zum Zimmer um uns zu besuchen. Wie lieb das war, bevor ich meinen Sohn wieder abgeben musste durften ihn noch einmal alle bewundern und mir gratulieren. Ich musste ihn später noch einmal abgeben, da er bei der Geburt über 4 KG lag und noch einmal gründlich untersucht werden. Die Schwestern haben nur geschaut ob der Zuckerwert des kleinen in Ordnung war, der war aber so zum zufrieden stellen, dass man sich keine Sorge machen musste.

Einige Tage später wurde bei ihm eine Infektion festgestellt und bekam über 7 Tage 3 verschiedene Antibiotika über einen Zugang in der Hand gespritzt. In dieser Zeit war ich auch nicht sonderlich gut drauf. Ich war viel am Weinen, hatte starke schmerzen und musste mir schon fast regelmässig ein Schmerzmittel geben lassen. In dieser Zeit musste ich auch jedes mal zum Stillen auf die Neugeborenen Station, da er nicht zu mir auf mein Zimmer durfte. Daher freute ich mich jedes mal umso mehr, wenn mein Freund mich besuchen kam. An den anderen Tagen kamen meine Eltern mich besuchen. Am 5. Tag der Medikation war das meiste schon geschafft. Mein Baby durfte wieder zu mir auf mein Zimmer! Er kam von der Infusion mit Flüssigkeit ab und wurde 3 mal täglich mit Antibiotika versorgt. Jetzt hieß es nur noch auf die Entlassung warten, was gar nicht so leicht war. Ich hatte 2 Bettnachbarn, ich lag leider in der Mitte, die eine der beiden konnte kein Deutsch und die andere hat die Heizung immer auf der höchsten Heizstufe gehabt. In dem Zimmer war so schlechte Luft, dass man da kaum noch atmen konnte. Morgens war zum Glück keiner auf dem Zimmer, also hab ich das Fenster zum lüften auf gemacht und ich konnte zum Frühstücken gehen. Manchmal haben die Ärzte bei der Visite auch mal die Fenster geöffnet. Jedenfalls hatte ich dieses Stundenlange warten satt! Ich wollte nachhause, zu meinem Freund, einfach nur weg aus dem Krankenhaus.

Nach 9 Tagen Krankenhaus Aufenthalt durfte ich auch endlich mal nachhause. Mein Mutter brachte mir den Babysafe und die Babykleidung. Ich bekam meinen Mutterpass zurück und auch das U Heft. Dann ging es nachhause, aber gut ging es mir absolut nicht. Ich hatte Fieber, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Die Nacht war einfach nur wie ein Horrorfilm, ich konnte nicht schlafen, der kleine war nur am schreien und ich habe nur geheult und war am zweifeln. Am nächsten Tag kam meine Hebamme um mich zu untersuchen. Ihr gefiel mein Wohlbefinden ganz und gar nicht und riet mir wieder zum Krankenhaus zu fahren. An dem Tag war auch mein Freund da, wir fuhren also gemeinsam da hoch und wurde auch direkt da behalten. Den kleinen durfte ich natürlich mit nehmen, er brauchte mich ja schließlich. Es verging wieder eine Woche, ehe ich wieder entlassen wurde. Diesmal war es auf dem Zimmer erträglicher, denn ich hatte das Zimmer für mich ganz allein. Laut den Ärzten hatte ich eine Gebärmutterentzündung die mit Antibiotika behandelt werden musste. Langsam ging es aber auch wieder Bergauf mit mir. Ich fühlte mich wieder lebendiger und freute mich so auf Zuhause und auch mit meinem kleinen zu schmusen.

Bei der 2. Entlassung mussten wir ewig auf den Arzt Brief warten und dann durfte ich dieses Krankenhaus erst einmal verlassen! So schnell geh ich nicht wieder zurück. Fast 2 Wochen lag ich dort, jetzt durfte ich meinen Alltag zuhause so gestalten wie es mir gefällt. Ich hatte mir die ersten Tage und Wochen natürlich anderes vorgestellt und gewünscht, aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert. Es ist nur ärgerlich, ich hatte so viele Sachen in 56 gehabt die ihm so schnell nicht mehr gepasst haben. Das meiste liegt jetzt gefaltet in einem großen Karton genauso wie die anderen Grössen bis 68. Da sieht man mal, wie schnell mein Sohn in den fast 7 Monaten gewachsen ist. Tatsache, nächste Woche ist er schon 7 Monate!

Jetzt möchte ich aber jeden Tag mit ihm genießen, auch wenn er mich nachts manchmal immer noch zur Weißglut bringen kann. Er verlangt nämlich seit 2 nächten eine Flasche Milch. Nun aber genug gesagt, ich mache an dieser Stelle mal Schluss und sage bis die Tage mal 🙂

Eure Nina <3

 

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