Stillen vs. Milchfläschchen – die Bequemlichkeit gegenüber gestellt 

Von Geburt an bekommt an Baby Milch, sei es Muttermilch oder Flaschenmilch. Mein Sohn kam in den Genuss beides zu Probieren.
Ich war Stillmama und mein Sohn ein Stillbaby, leider konnte ich nur 5 Monate stillen, da die Zähne langsam alle kamen und er mich immer gebissen hatte. Einen genaueren Bericht hierzu habe ich schon mal veröffentlicht. Als ich dann abgestillt habe, war es allerdings noch zu früh die Milch ganz weg zu lassen, also kaufte ich die sogenannte Pre Milch und Flaschen.

Die Pre Milch hat er jeden Morgen bekommen, bis ich ihm den Morgenbrei gemacht habe. Da war er ungefähr 8 Monate alt, der Brei hat somit die Flasche erlöst. Dann kam Anfang Juli eine Phase, wo Pupsi die Flasche vor dem schlafen haben wollte, ich konnte ihn nicht ins Bett legen sofort war großes Geschrei!
Also machte ich im Wasserkocher das Wasser heiß und konnte ihm eine Flasche zubereiten. Er trank abends von den 230 ml die für sein Alter waren, alles aus bis auf einen letzten kleinen Schluck, ab da an bekam Pupsi nur noch 170 ml Pre Milch. Mittags bekommt er ja schon lange seinen Mittagsbrei, diesen auch weitestgehend selbst gekocht es sei denn wir sind unterwegs, allerdings hatte er dieses Milchverlangen nun auch mittags. Also musste ich ihm auch eine Flasche am Mittag machen. Nach 2 Wochen hatte er die Flasche sowohl zur Mittagszeit als auch zur Schlafenszeit am Abend abgelehnt. Somit waren wir wieder im eigentlichen Rhythmus.

Ganz schlimm ist es dann nachts. Als Pupsi vor 2 Wochen erkältet war hat er mich sogar nachts wieder geweckt, ade du schönes durchschlafen! Ich war immer im Halbschlaf und hatte absolut keine Lust eine Flasche zu machen, ab da vermisste ich das Stillen. Ja, es ist wirklich gemütlicher, einfacher und schneller zu lösen. Ich war froh, wieder schnell im Bett gewesen zu sein. Pupsi bekam um 2 Uhr seine erste Flasche in der Nacht danach schleif er wieder ruhig ein, nur um mich um 6 Uhr wieder zu wecken. Denn um 6 Uhr hat er wieder geschrien und hörte nicht auf. Wieder habe ich ihm eine Flasche gemacht, Wasser aufkochen, in die Flasche füllen, schütteln, Wasser zu gießen und nochmal schütteln, nicht zu vergessen das prüfen der Temperatur! Alles nimmt sehr viel Zeit auf sich, was das Stillen so viel angenehmer machte. Ich konnte mein Baby mit ins Bett nehmen und weiterhin liegen. Beim Flasche geben saß ich solange bis Pupsi die Flasche wieder frei gab, nahm ich sie eher gab es Geschrei. Ein krankes Baby kann einem schon leid tun, aber auch war in dieser Zeit angeschlagen.

Mittlerweile lag die Milch Phase wieder einigen Wochen in der Vergangenheit, so dass ich jetzt sagen kann, wir haben es hinter uns.
Ich war mit Pupsi nun beim Kinderarzt. Er wurde einmal komplett durch gescheckt, abgehört, in die Ohren und in den Hals geschaut, das übliche halt. Der Kinderarzt ist sehr zufrieden mit ihm. Erkältet ist er immer noch, allerdings schläft er dank Nasentropfen durch! Ich frag mich sowieso schon seit einiges Tagen, wo der Sommer hin ist, ich meine, es ist August. Letztes Jahr um diese Zeit konnte man draussen sitzen, letztes Jahr war allerdings für mich der schlimmste Sommer wegen den Hitzewallungen. Kein Wunder also, warum man sich bei dem Wetter erkältet.

Ich habe beim Kinderarzt ein paar Sachen auch angesprochen, unter anderem war es das Thema Milch. Wie viel Milch darf ein Baby noch am Tag trinken?

Die Antwort vom Kinderarzt ist einfach und kurz. Wenn ich weiter gestillt hätte, dürfte ich nun abstillen. Da ich aber mittlerweile die Flasche gebe, darf ich ihm die Pre weiterhin bei Bedarf geben, also vor dem schlafen oder in der Nacht, wie er sie eben verlangt und braucht.

Das beruhigt mich schon mal sehr, denn in vielen Gruppen wo ich drin bin heißt es, dass Babys unter 1 Jahr keine Milchmahlzeit mit Brei ersetzt brauchen. Daher halte ich es für Quatsch! Ich richte mich nach den Bedürfnissen meines Kindes, schließlich kenne ich es ja am besten und weiß was das beste für ihn ist. Ich will nun auch keine Diskussion deswegen auslösen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen netten und kurzen Einblick vermitteln und wünsche euch eine schöne Woche.

Eure

Eine Antwort auf „Stillen vs. Milchfläschchen – die Bequemlichkeit gegenüber gestellt “

  1. Hallo Nina,

    ich habe auch beides gemacht. Mit der Großen 5 Monate gestillt, dann das Fläschchen, dann Brei dann feste Nahrung und alles lief prima!

    Die kleine wollte sich nicht abstillen lasse und ich habe sie 15 Monate voll gestillt! Alle 2 Stunden Tag und Nacht. Ich habe es gehasst! Keine Zeit mehr für nichts und kein Schlaf… Zudem wollte sie einfach keinen Brei, hat jegliche Pulvermilch verweigert und es blieb mir nichts übrig. Feste Nahrung konnte sie nicht, obwohl sie wollte, da sie seeeeehr spät Zähne bekommen hat. Sie wollte alles, was man hätte kauen müssen, das ging aber ohne Zähne nicht. 😉 Es war eine Katastrophe. Haha
    Bin so froh, dass das alles nun hinter mir liegt.

    Doch man kann sich absolut viel Zeit, Nerv und Schlaf sparen, wenn man sich so einen temperierten Wasserkocher kauft! Der ist total genial, da man vorm Schlafengehen das Wasser ganz normal abkocht. Und wenn der Zwerg nachts wach wird, und man muss ein Fläschen zubereiten, stellt man den Wasserkocher auf die 40 Grad. Während der Wasserkocher kurz aufheizt (geht wirklich total schnell!), hast du das Pulver schon im Fläschchen oder hast es bestenfalls schon vorher portioniert. Und dann geht alles super easy. In 2 Minuten hast du das Fläschen gemacht und es ist sofort trinkfertig! So als Tipp für das zweite Kind, falls ihr noch eins wollt. 😉 Dieser Wasserkocher hat mir und meinem Mann viel Spaß gemacht, der dann auch gerne aufgestanden ist, um ein Fläschchen zuzubereiten.

    GlG, monerl

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